Neue Rügenquerung - ein technisches Meisterstück!

Geschrieben am 1. August 2007 in Allgemein von alex ||

Selbst Ingenieure kommen hier in Stralsund ins Schwärmen. So modern, so leicht und so schlank sind nur wenige Brücken auf der Welt. Die Rügendammbrücke ist für diese Dimension ein sehr elegantes Bauwerk. Bereits im Oktober 2007 soll der Verkehr über die rund 4,1 Kilometer lange, aus sechs aneinandergereihten Brücken und einem Damm bestehende Verbindung rollen. Vor allem die Schrägseilbrücke mit dem markanten 127 Meter hohen Pylon wird, wie von Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Otto Ebnet (SPD), als “bauingenieurstechnische Meisterleistung” gelobt. Für die Tourismusbranche und die Wirtschaft der Insel ist das prestigeträchtige, rund 100 Millionen Euro teure Brückenbauwerk ein Mosaikstein für die bessere Infrastrukturanbindung der Insel und komplettiert neben der Ostseeautobahn A20 das Verkehrsnetz. Ab Oktober 2007 wird die neue Super-Brücke nach sieben Jahren Planung und drei Jahren Bauzeit eingeweiht. Sie ist das zentrale Teilstück der Bundesstraße 96n von der A20-Abfahrt Stralsund bis Bergen. Die 55-Kilometer-Strecke soll bis nächstes Jahr komplett befahrbar sein. Das bedeutet dann einen Reisezeitvorteil von gut einer Stunde(!). Denn der alte Rügendamm aus dem Jahre 1936 war eine Klappbrücke. Bei Schiffsdurchfahrten im Strelasund mussten die Autofahrer (bislang 17000 Fahrzeuge pro Tag) an den Schranken lange warten. Die neue Brücke führt in luftigen 42 m Höhe über den Strelasund hinweg. Was die rund 100000 Baustellentouristen, aber auch die 400 Bauarbeiter faszinierte: Hier kam Europas größter Schwimmkran zum Einsatz. Sogar nachts pilgerten Neugierige zur Baustelle, um die 85-Mio.-Euro-Brücke wachsen zu sehen.

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